Kitten:Die Abgabe der Kitten erfolgt frühestens im Alter von 12 Wochen. Dann sind sie mehrfach entwurmt, gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft und bekommen eine Ahnentafel und ein tierärztliches Gesundheitszeugnis mit auf den Weg. Zusätzlich werden sie gechipt. Für Züchter empfiehlt sich ein zusätzlicher Test zur Bestimmung der Blutgruppe. Für die Zeit nach dem Kauf stehe ich katzenlebenslang mit Rat und Hilfe zur Verfügung. Auch wenn es im Allgemeinen heißt, dass Katzen Einzelgänger sind, hege ich dagegen starke Bedenken. Meine Katzen leben in einer Gruppe und suchen fast ständig die Nähe der anderen. Abends liegt das "Rudel" am liebsten gemeinsam auf dem Sofa. Es ist schließlich Platz für alle, man muss halt nur ein bisschen zusammenrücken :-). Deswegen möchte ich meine Kitten nicht in Einzelhaltung abgeben. Abzugebende Kitten finden Sie auf der Kittenseite.
Erwachsene Ragdolls:Ich habe Simon abgegeben und hoffe, dass das eine Ausnahme bleibt. Erwachsene Katzen gebe ich nur ab, wenn es aus irgendeinem Grund, den ich nicht anders abstellen kann, Probleme mit den anderen Katzen gibt.
Preise:Meine erste Katze kaufte ich von einer so genannten (Perser-)Züchterin aus Mitleid. Edwina war ein Persermischling in der Farbe lilac, obwohl sie bis zu ihrem ersten Bad bei mir am Abend der Ankunft eigentlich blau aussah. Aber das war wohl „nur“ der Dreck. Sie wog mit 5 Monaten 1100 g, hatte Flöhe, Milben, Pilz, Würmer und Katzenschnupfen und kostete 230,- DM. In den darauf folgenden fünf Monaten zahlte ich meinem Tierarzt für wöchentliche Behandlungen, Medikamente und Tests noch ca. 500,- DM bevor sie eingeschläfert werden musste. Obwohl ich sofort nach dem Kauf der Katze das Veterinäramt einschaltete (indem ich einen ausführlichen Brief schrieb, dem ich Fotos beilegte, und außerdem vier Monate lang wöchentlich dort anrief), züchtet diese Frau heute noch kranke Katzen. Die, die diese Haltung überleben, verkauft sie.

Gesunde, kräftige und gut sozialisierte Katzen zu züchten, kostet viel Geld. Mehr als die meisten Menschen wissen. Der hohe Preis einer Rassekatze hat weniger mit dem Stammbaum als mit der Tatsache zu tun, dass sich ein/e Züchter/in durch die Mitgliedschaft in einem Verein Vorschriften unterwirft. Diese sind z.B., dass eine Katze ein Jahr alt sein muss, bevor sie in die Zucht geht und dass sie nur einmal pro Kalenderjahr Nachwuchs haben darf. Auch ist der Grad der Inzucht durch eine weitere Vorschrift auf ein Minimum reduziert. Das verhindert eine planlose Massenvermehrung. Durch die Teilnahme an kostspieligen Ausstellungen können sich Züchter/innen durch ausgebildete Richter/innen die Zuchttauglichkeit ihrer Katzen bestätigen lassen. Denn eine Katze mit z.B. einem Knickschwanz oder gravierenden Farb- und Zeichnungsfehlern wird bestimmt keinen Titel davontragen.
Im Jahr 2001 beschloss ich, Ragdolls zu züchten. Ich habe zwei Jahre gebraucht, bevor 2003 meine erste Zuchtkatze ins Haus kam (Charly). Bereits vor dem Kauf habe ich viel Geld für Telefonate, Internetrecherchen und Fahrten zu Züchtern ausgegeben. Charly hat genau wie meine anderen Zuchtkatzen einen vierstelligen Betrag in Euro gekostet. Meinen ersten „Zuchtkater“ (Simon) musste ich leider kastrieren lassen, da sich herausstellte, dass er für die Zucht nicht geeignet ist. Da er sich leider nicht mit meinem nächsten Zuchtkater Kim vertrug, musste ich ihn abgeben und zwar zum „erwachsene-Katze-Liebhaberpreis“. Bezahlt hatte ich ein Vielfaches. Zudem hatte ich ihn impfen und kastrieren lassen müssen. Und ich habe sehr viel Zeit investiert, um ein wirklich gutes neues Zuhause für ihn zu finden.
Die Suche nach meinem neuen Zuchtkater (Kim) war ebenfalls wie seine Anschaffung sehr teuer.
Auch der Zuchtbeginn mit meiner ersten Zuchtkatze hat lange auf sich warten lassen. Charly hat im Alter von fast drei Jahren ihren ersten Wurf gehabt. Ein Kitten. Aljoscha haben wir behalten. Selbst wenn Charly noch drei weitere Kitten bekommen hätte, die ich alle verkauft hätte, wären nicht einmal annähernd die Unterhaltskosten meiner Ragdolls für dieses Jahr dabei heraus gekommen.
Wer jetzt noch glaubt, dass Katzenzucht ein Geschäft ist, hat nicht aufmerksam genug gelesen. Und wer jetzt immer noch nach einem „Schnäppchen“ sucht, sollte sich diese Homepage ansehen:
Ein Ragdollkitten kostet als reines Liebhabertier (d.h. nicht zur Zucht) 700,- € und als Zuchttier ab 1000,- €.
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